Wieder einmal war AntMe!, um genau zu sein ICH auf Tour. Diesmal in Leipzig. Denn in Leipzig war nach dem BarCamp in Essen die nächste Veranstaltung der alternativen Web 2.0-Szene. Und da ich beim ersten mal unglaublich Gefallen an dieser Art der Veranstaltung gefunden habe, durfte ich auch auf diesem BarCamp nicht fehlen. Auch dieses mal konnte ich viele interessante Eindrücke und auch ebenso interessante Kontakte zu kreativen und spannenden Menschen mitnehmen.
Etwas untechnisch und untypisch für ein BarCamp war ein Vortrag über ARGs (Alternate Reality Games) von Patrick Möller. Bei diesem Titel dachte ich gleich an Spiele wie World of Warcraft und habe mich mal rein gesetzt. Ich wurde eines Anderen belehrt: Es handelt sich dabei um Spiele die im echten Leben geführt werden. Charaktere einer Geschichte sind dabei im echten Leben anzutreffen und versuchen ihren Weg durch die Erzählung zu finden. Dabei werden diese Spieler durch die kombinatorische Macht der Community unterstützt die über alle möglichen Medien (von Forum, SMS, Telefon bis hin zu Real-Life-Treffen) die Handlung beeinflussen können. Sehr abgefahren, klingt aber auch sehr spannend.
Es gab auch technische Sachen - speziell die Einführung in genetische Algorithmen von Kennon Balou. Überraschender- und auch erfrischenderweise in englisch gehalten, hat Kennon einen groben Überblick über die Vorgehensweise bei genetischen Algorithmen gegeben. Was sehr wissenschaftlich und abgefahren klingt beschreibt einfach nur Problemfindung durch zufällige Kombination und Mutation von möglichen Lösungen in einem unüberschaubar großen Lösungsraum. Worauf es ankommt und welche Varianten da zur Verfügung stehen kann man aus seiner Präsentation ersehen.
Selbverständlich darf auch eine AntMe-Session nicht fehlen. Ursprünglich hatte ich mich garnicht darauf vorbereitet, mich aber selbstzerstörerischerweise bei der Vorstellungsrunde als "Ameisenprogrammierer" vorgestellt. Dies hatte viele Rückfragen zur Folge und ich habe mich dank großem Interesse dazu entschlossen ein paar Worte über AntMe zu verlieren. Die Tatsache, dass am Wochenende unglaublich schönes Wetter war (ja, auch in Leipzig), lies mich einen Moment darüber nachdenken AntMe draußen auf der Terrasse vorzustellen. An Ameisen hat es nicht gemangelt und Zucker stand auch zur Verfügung. Aber leider waren die Käfer weniger kooperativ und viele Ameisen bei dem Versuch starben, einen Apfel über ihnen zu platzieren, weshalb ich dann doch auf die virtuellen Freunde zurückgegriffen habe.
...ich hatte mal wieder Spaß!